Lebensraumschutz für heimische Eulen Gemeinschaftsprojekt mit der Firma Spielwarenmacher Günther  aus dem Erzgebirge  Sie werden die lautlosen Jäger der Nacht genannt, sie stehen als  Symbol für Weisheit (Vogel der Weisheitsgöttin Athene), aber auch  der Dunkelheit und des Todes (altes Ägypten). Der Aberglaube  vieler Völker basiert auf Mythen über Eulen, die durch ihren lautlosen  Flug und und ihre nächtlichen, für manche als unheimlich  empfundenen Rufe gespeist werden. Eulen faszinieren uns aber auch  durch ihr Aussehen, was aufgrund der nach vorn gerichteten Augen und  dem ausdrucksvollen Lidschlag dem Menschen ähnelt.    Eulen bilden eine eigenständige Gruppe innerhalb der Vögel. In Europa leben davon  13 Arten, sieben kommen regelmäßig in Sachsen vor. Der Naturschutzverband Sachsen  (NaSa) e.V. hat sich mit seinem Eulenprojekt dem Schutz der im Erzgebirge heimischen  Arten Waldkauz, Sperlingskauz, Rauhfußkauz und Uhu verschrieben. Sie sind alle auf  naturnahe Bruthabitate wie höhlenreiche Altbäume und Felswände angewiesen. Diese  Eulenarten zu schützen bedeutet daher auch den Schutz natürlicher Wälder und Flusstäler  und den Erhalt ihrer Ungestörtheit.   Ziel des Eulenprojektes des Naturschutzverbandes ist, mit  Unterstützung der Firma Spielwarenmeister Günther aus  dem Erzgebirge bekannte bzw. geeignete Brutgebiete für  Eulen in Sachsen aufzukaufen und so auf Dauer zu sichern.   Für das Eulenprojekt sollen Flächen mit natürlichen Felsen bzw.  Felswänden, aufgelassene Steinbrüche und Wälder mit alten  Bäumen erworben werden. Darüberhinaus sollen auch  Waldflächen, die als Eulenlebensraum erst entwickelt werden  müssen, eigentumsrechtlich gesichert werden.   Dabei betritt der Naturschutzverband Sachsen e.V. kein Neuland. Seit mehr als 20 Jahren werden  durch seine konsequente Flächenstrategie neue  Rückzugsräume für unsere heimische Tiewelt  geschaffen. Inzwischen stehen mehrere Hundert  Hektar Biotopflächen im Eigentum des NaSa e.V.  und sind Beleg, dass auch in unserer dicht  besiedelten und stark genutzten Landschaft  Naturschutz mit dem Ziel der Wiederherstellung  des höchst möglichen Natürlichkeitsgrades und  maximaler Ungestörtheit möglich ist. Inzwischen  können wir auf unseren Flächen mehrere  “Rückkehrer” der Tierwelt begrüßen, die noch vor  wenigen Jahren im Gebiet als vom Aussterben  bedroht galten. Dazu gehören Biber, Fischotter  und Schwarzstorch. Zu den bereits gesicherten Flächen gehören bereits  mehrere Steinbrüche, Felsen und Felswände sowie  Altbaumbestände, wie in Erdmannsdorf und  Oberschöna im Landkreis Mittelsachsen. Diese  werden bereits im Sinne des Eulenprojektes  entwickelt. Hauptaufgabe ist dabei, die Flächen in  ihrer Ungestörtheit und natürlichen Entwicklung zu  schützen. Eine Besonderheit des Eulenprojektes ist das  Engagement einer mittelständischen Firma aus  dem Erzgebirge, die sich bereits durch ihren  Hauptwerkstoff Holz und ihre erzgebirgische  Tradition der Naturbewahrung verschrieben hat. Im Vorfeld der 100-Jahrfeier des  Familienunternehmens Spielwarenmeister Günther aus Seiffen wurde deshalb eine “Hampel-  Eule” kreiert, der beim Verkauf ein Informationsblatt über das Eulenprojekt des NaSa e.V.  beigelegt wird   Pressemitteilung bei Facebook  Berichterstattung über das Projekt in der Freien Presse und der BILD-Zeitung.  Von jeder verkauften “Hampel-Eule” des Spielwarenmeisters Günther gehen 0,50  Euro in das Eulenprojekt. Darüber hinaus freuen wir uns über jede zusätzliche  Spende, welche zu 100 Prozent dem Flächenerwerb zugute kommt. Das garantieren  wir.  Felswände des Steinbruchs Oberschöna - potentielles Brutgebiet für den Uhu (Foto NaSa e.V.) Felsen und Altbaumbestand bei Erdmannsdorf - Brutgebiet für den Waldkauz (Foto NaSa e.V.) Spenden & Helfen Unser Spendenkonto: Volksbank Mittelsachsen IBAN: DE94 8709 6124 0197 0504 70 BIC-Code:GENODEF1MIW BLZ: 870 961 24 Konto: 197050470 Uhu Der Uhu ist die größte heimische Eulenart, er hat eine Körpergröße von bis zu 70 cm und eine Spannweite von bis zu 180 cm. Er brütet in Sachsen vorwiegend in Felsnischen; seltener sind Baumbruten. Gefährdungen kommen durch Störungen der Brutplätze (Klettern), Verfüllung von Steinbrüchen, Verkehrstod und Tod durch Windkraftanlagen.  Sperlingskauz Der Sperlingskauz ist die kleinste europäische Eulenart und nur etwa so groß wie ein Star. Er bevorzugt ältere, reich strukturierte Nadel- und Mischwälder. Für die Brut, als Ruheplätze und die Anlage von Nahrungsdepots braucht er Spechthöhlen. Voraussetzung dafür sind höhlenreiche Altholzbestände. Gefährdungen ergeben sich durch intensive Forstwirtschaft, indem Bäume mit geeigneten Bruthöhlen gefällt und Ruhehabitate gestört werden.  Rauhfußkauz Der Rauhfußkauz lebt mit Vorliebe in großen reich strukturierten Wäldern, besonders in Altholzbeständen von Rotbuchen, Kiefern und Fichten. Hier findet er alte Schwarzspechthöhlen zur Brut. Gefährdungen ergeben sich durch intensive Forstwirtschaft, indem Bäume mit geeigneten Bruthöhlen gefällt und Ruhehabitate gestört werden.  Waldkauz Der Lebensraum des Waldkauzes sind lichte Laub- und Mischwälder mit Altbaumbeständen. Dort brütet er in Baumhöhlen, seltener in Felsspalten und Erdhöhlen bzw. auf dem Waldboden. Gefährdungen ergeben sich durch hohe Verluste bei Jungvögeln und Tod an Freileitungen sowie im Verkehr.